meine Gedanken

02 Juli 2014

Leseprobe Kapitel 2 Massentierhaltung und Tierprodukte Bis zum Jahr 1998 habe ich noch Fleisch und Wurst gegessen. Ich liebte luftgeräucherte französische Salami, Lyoner, Gyros, Currywurst und Schnitzel. Fast täglich stand entweder Wurst oder Fleisch auf meinem Speiseplan, dann habe ich einen zwanzigminütigen Film über Massentierhaltung gesehen. Ich sehe diese Bilder noch vor mir, als ob es gestern gewesen wäre. Tausende von Hühnern , dichtgedrängt in einer großen Halle, manche schon leblos auf dem Boden liegend, übersät von Geschwüren, andere zappelnd im Todeskampf. Der Abtransport: Männern in Schutzanzügen, die mehrere Hühner an den Beinen packten und in kleine Käfige schleuderten. Tausende von wehrlosen Lebewesen, die grundlos gequält und in LKWs zum Schlachtbetrieb deportiert wurden. Noch eine letzte Quälerei und fertig war das halbe Hähnchen oder die Hähnchenbrust. Bei den Schweinen war es nicht besser. Angefangen bei den männlichen Ferkeln, die bei der Kastration, ohne Narkose, vor Schmerzen herzzerreißend schrien und quiekten. Wenn sie zu laut schrien, bekamen sie Schläge auf den Kopf und nach der Kastration wurden sie in die Ferkelbucht zurück geworfen. Die größeren Schweine, gebrochene Beine, eitrige Wunden, abgefressene Ohren, traurige Augen. Mit Stöcken zum Abtransport geprügelt, vom LKW zum Schlachter geprügelt. Wer geht schon gerne freiwillig in den Tod? Rinder, die ihr Leben in Boxen verbrachten, denen die Hörner abgezwickt wurden (es verlaufen Nerven darin). Die nicht mehr fähig waren zu laufen.

Bilder die mich verfolgten und einige Tage später beschloss ich, dass ich an diesem Leid nicht mitverantwortlich sein wollte und wurde Vegetarierin, damals war ich 22 Jahre alt. Diesen Beschluss habe ich niemals bereut. Damals wurde ich noch verhöhnt und belächelt für mein Essverhalten. Ich aß vermehrt Milchprodukte und Käse. Ich habe mir keinerlei Gedanken darüber gemacht und habe mit bestem Gewissen gesagt, dass für mich keine Tiere getötet werden.

Nur kurz die heutigen Fakten der Massentierhaltung:


Hühner (ohne Legehennen):

Jungmasthühner werden in Hallen zu 10000 Stück produziert. (Anmerkung von mir: Stück produziert. Ich würde es richtigerweise so ausdrücken: 10000 Lebewesen müssen ihr Leben bis zu ihrem Tod in unbeleuchteten Hallen fristen.)

Nach 30 bis 34 Tagen erreichen sie ihr Schlachtgewicht.

36 Hühner auf einem Quadratmeter. Das bedeutet pro Huhn ein halbes Din-A4 Blatt.

Über 67 Millionen Hühnern ergeht es pro Jahr so in Deutschland.


Puten
In Deutschland müssen 13,3 Millionen Puten leben.

52-58 kg pro m², das bedeutet fünf weibliche oder drei männliche Puten.

Aufgrund dieser Haltungsbedingungen müssen die Schnäbel gekürzt und generell routinemäßig Antibiotika verabreicht werden.


Rinder (ohne Milchkühe):
Etwa 75% aller Rinder leben in Laufstallhaltung (oftmals auf Spaltenböden).

Jeder ausgewachsene Bulle hat dort 2,7 Quadratmeter Platz zur Verfügung.

Nach 400-680 Tagen haben sie ihr Mastendgewicht von 680 - 750 kg erreicht.

Nur 35% der Rinder haben Weidegang (maximal 6,7 Monate pro Jahr).

Kälber sind im Alter von ca. 5 Monaten und einem Gewicht von 130-200kg schlachtreif.

In Deutschland werden pro Jahr etwa 300000 Kälber und knapp 2000000 Rinder geschlachtet.


Schweine:
Ein Mastschwein zwischen 50 und 110 kg vegetiert auf 0,75 qm und wiegen sie über 110 kg bekommen sie einen Quadratmeter zugesprochen.

In der Regel werden sie in Gruppen zwischen 12 und 20 Tieren gemästet.

Es gibt Betriebe, die sie in Gruppengrößen bis 350 Schweinen halten.

Vollspaltenböden, mit enormem Verletzungsrisiko sind die Praxis.

Nach ungefähr 6 Monaten erreichen sie ihr Schlachtgewicht von 110 - 125 kg.

Muttersauen werden in der Regel bewegungsunfähig, im Kastenstand, gehalten auf maximal 70 cm auf 1,9 Meter, sie können lediglich aufstehen oder liegen, den Kopf können sie nicht ausstrecken.

Nach der Besamung bis zur Abferkelung werden den Sauen 2- 2,5 qm Platz zugestanden, sie sind bis zu 320 kg schwer.

Eine Woche vor der Geburt der Ferkel werden sie in die Abferkelbucht verlegt, die in der Größe dem Kastenstand ähnelt. Um die Sau herum ist der Platz für die Ferkel. 0,06 qm pro Ferkel. Dort vegetieren sie ohne natürlichen Kontakt zur Mutter, denn sie kann sie weder belecken, noch pflegen, bis sie 4 Wochen alt sind.
Fische
87% der weltweiten Fischbestände sind überfischt. Wenn es in diesem Tempo weitergeht sind im Jahr 2050 alle Ozeane leergefischt.

40% des Gefischten gilt als Beifang und wird wieder entsorgt. pro Jahr 300 000 Wale und Delphine, mehrere Millionen Haie und Rochen, 650 000 Robben, 300 000 Seevögel und 250 000 Meeresschildkröten.

Süßwasserfische wie Karpfen oder Forellen und Salzwasserfische wie Lachs, Dorade und Tunfische werden heute auch in Aquakulturen gezüchtet. 64 Millionen Tonnen Fisch, Krebs- und Weichtiere, davon 89% in Asien, in extrem hohen Besatzdichten.

Es werden Medikamente wie Antibiotika und Hormone gegen Erkrankungen und als Laichhilfen, aber auch Chemikalien wie Desinfektionsmittel und Herbizide gegen Algen eingesetzt.
Dies waren die außer den angeführten Gründen, der Ausschlag warum ich mit 22 Jahren Vegetarierin wurde. Aber 22 Jahre lang habe ich bei diesem System mitgemacht, als Mitläufer, ohne eigene Meinung. Wenn ich die statistischen Zahlen zu Grunde nehme mussten für mich in diesen 22 Jahren 201 Tiere ihr Leben lassen, vermutlich waren es aber mehr, denn ich habe kein Rind gegessen, sondern Hähnchen und Schwein. Noch im Nachhinein habe ich ein schlechtes Gewissen, wenn ich mir die Zahlen und die Haltungsbedingungen ansehe. Es gäbe auch weitere Gründe. So z.B., dass aufgrund der Intensivhaltung über 1500 Tonnen Antibiotika an Tiere verfüttert werden müssen und sich somit resistente Keime bilden. Die Massentierhaltung produziert pro Jahr 250 Millionen Tonnen Mist, drei Tonnen pro Einwohner. Dies wird größtenteils auf Feldern ausgebracht und landet im Trinkwasser. Legehennen
13% der Legehennen leben in Kleingruppenhaltung . Dort steht jedem Huhn 800 cm² zur Verfügung (etwas mehr als ein Din-A4 Blatt). Sie leben in Gruppen bis zu 60 Hennen auf einer Grundfläche bis zu 2,5 m².

64% der Legehennen vegetiert in Bodenhaltung, in Gruppen bis zu 6000 Tieren. 9 Hennen pro m². In diesen Hallen ist nur ein Drittel der begehbaren Fläche eingestreut. Der Rest der Bodenfläche besteht aus Holz- oder Plastikgittern.

Nicht ganz 15% der Hennen lebt in Freilandhaltung und weitere 9% in ökologischer Erzeugung. Im Stall herrschen dieselben Bedingungen wie in der Bodenhaltung aber tagsüber haben die Gefangenen Freigang. Im Freigang sind 4 m² pro Tier vorgeschrieben. In der biologischen Erzeugung leben 6 statt 9 Tiere pro m² und die maximale Gruppengrößen sind 3000 statt 6000 Tiere. Aufgrund dieser Haltungsbedingungen haben die Hühner Verhaltensstörungen und neigen zu Kannibalismus und Federpicken. Ihnen werden im Kükenalter prophylaktisch die Schnäbel gekürzt, ohne Betäubung. Nur in der Biohaltung ist dieser Eingriff verboten.

Hühner legen normalerweise viermal jährlich 5-10 Eier. Durch Hochleistungszuchten und Hybridzuchten, Hochleistungsfutter und künstliche Beleuchtung schaffen es die Hühner in allen Haltungsformen auf etwa 300 Eier jährlich. Da diese Hühner nach kurzer Zeit ausgemergelt sind, werden sie nach rund 12-15 Monaten geschlachtet. Männliche Küken aus Legehybridzuchten sind für die Fleischindustrie wertlos, weil sie langsamer wachsen als die Mastrassen und die Aufzucht zu teuer wäre. Am Tag des Schlüpfens werden sie entweder vergast (was einen 60-sekündigen Erstickungstod bedeutet oder lebendig geschreddert. Eine Schätzung ergibt, dass es jährlich 46 Millionen männlichen Küken so ergeht. Im September wurde in NRW das Kükentötungsverbot erlassen, aber es gibt keinen Plan wie es in der Praxis umgesetzt werden soll.
Milchkühe
In Deutschland leben 4,2 Millionen Milchkühe und 2,5 Millionen Färsen (Kühe, die noch kein Kalb geboren haben).

72% der Milchkühe leben in Laufstallhaltung, am häufigsten in Liegeboxenlaufställen. Sie werden in engen Ställen gehalten und in ihrem Fress- und Bewegungsbereich stehen sie auf rutschigen Spaltenböden. In den Liegebereichen befinden sich seltenst Einstreu, häufiger sind Gummiböden anzutreffen. Die meisten Milchkühe sind in Betrieben mit 50 bis 99 Tieren anzutreffen. Jeder Milchkuh, die von 600kg bis 750 kg wiegt werden nur 4,5 m² Platz zugestanden.

Noch 27% lebt in kleinen Betrieben unter 40 Tieren in Anbindehaltung. Sie werden über Ketten in einer Gittervorrichtung fixiert, die im Fall des Kurzstandes 1,40 - 1,80 m lang und 1,10 - 1,20 m breit sind. Ihr gesamtes Leben lang können sie sich nicht einmal umdrehen.

Kühe, wie alle Säugetiere produzieren ihre Milch für ihre Säuglinge, in diesem Fall Kälber. Dem Kalb würden 8 Liter Milch pro Tag genügen. Durch züchterische Eingriffe, eiweißreiches Futter (Soja- und Maisschrot) und Medikamente schafft es eine top-Hochleistungsmilchkuh auf 15 000 Liter jährlich, bzw. 50 Liter täglich. Das bedeutet, dass die Euter der Kühe über sechsmal größer sind, als es natürlich der Fall wäre. Dies führt zu Mastitis, der Euterentzündung (gegen die mit Antibiotika vorgegangen werden muss) und zu Überlastungen des Körpers und anderen zahlreichen Erkrankungen.

Kühe sind hochsoziale Lebewesen. Den Milchkühen wird sofort nach der Geburt das Kalb entrissen, was zu Stress und Trauer bei der Kuh und dem Kalb führt. Da die mich, die eigentlich für das Kalb bestimmt ist, für den Menschen produziert wird, werden die Kälbchen mit künstlichen Milchaustauschern großgezogen.

Sobald die Milchleistung nachlässt, werden die Milchkühe geschlachtet.
Schlachtung
Kein Tier geht freiwillig in den Tod. Schon bei der Ankunft beim Schlachthof sehen, riechen, hören und spüren sie den Tod. Aus diesem Grund müssen sie aus den LKWs geprügelt werden.

Grundsätzlich müssen Tiere vor der Schlachtung in Deutschland betäubt werden, um ihr Schmerzempfinden auszuschalten.

Rinder mit Bolzenschuss in den Kopf werden, Vögel mit dem Kopf durch ein stromführendes Wasserbad gezogen werden und Schweine mit Strom oder Gas betäubt werden.

Alle Schlachttiere sollen durch das durchtrennen der Halsschlagader ausbluten und dadurch sterben. Es ist wichtig, dass sie nur betäubt sind und das Herz weiter schlägt, damit das Blut aus dem Körper gepumpt wird, nur so ist das Fleisch genießbar.

Die Arbeiter in Schlachthöfen werden nach Akkord bezahlt. Das bedeutet Grundgehalt und die Zahl „X“ der geschlachteten Tiere. Für die Tiere bedeutet es nach dem qualvollen Leben in unwürdigen Bedingungen oftmals einen qualvollen Tod. Denn eine offizielle Schätzung besagt, dass ein Drittel der Tiere unbetäubt weiterverarbeitet wird. Ihnen wird bei vollem Bewusstsein die Halsschlagader durchtrennt, teilweise werden sie auch bei vollem Bewusstsein zerlegt. So ergeht es nicht nur dem Mastvieh, sondern auch den ausrangierten Milchkühen und Legehennen.
Tierfutter
Es leben 145 Millionen Rinder, Schweine und Hühner in Deutschalnd, dazu kommen noch Puten, Schafe und andere Nutztiere. Diese Tiere müssen fressen. Wie viel müssen sie fressen?

Um ein Kilogramm Fleisch herzustellen benötigt man 7 - 16 kg Getreide oder Sojabohnen.

Um ein Kilogramm Rindfleisch zu Produzieren benötigt man 15 000 Liter Wasser.

Weltweit landen 40% der Ernte von Roggen, Hafer und Mais in Futtertrögen, das sind 800 Millionen Tonnen.

Die europäische Fleischproduktion benötigt für das Viehfutter pro Jahr im Durchschnitt 13 Millionen Hektar Futteranbaufläche in Südamerika, wofür die grüne Lunge abgeholzt wird. denn für den Futterbedarf reicht die deutsche Anbaufläche schon seit Jahren nicht mehr aus.

In Südamerika wird überwiegend Genmanipulierter Soja, der gegen das Pestizid Glyphosat resistent ist angebaut. Menschen werden vergiftet, Neugeborene (Menschen) kommen mit Fehlbildungen zur Welt.

Über 90% des Viehfutters kommt aus Dritte Welt Ländern.

Aufgrund der Hohen Nachfrage an Getreide wird mit Nahrungsmitteln spekuliert und die Preise werden derart in die Höhe getrieben, dass sich die Ärmsten der Armen die Grundnahrungsmittel nicht mehr leisten können.

Trinkwasser wird immer knapper, der Grundwasserspiegel sinkt weltweit immer mehr, durch die Pestizide und die Fäkalien der Tiere wird das knappe Wasser noch zusätzlich verseucht. Und nicht nur das Wasser wird verseucht, auch die Böden werden ausgelaugt und mit Nitraten vergiftet, an die nur wenige Pflanzenarten angepasst sind (dies ist auch der Grund weshalb immer weniger Blumenwiesen zu sehen sind).

Wir in den westlichen Ländern fressen uns auf Kosten der Armen fett und beuten Natur und Tier aus.

Nachdem mir diese Fakten auch noch bewusst wurden habe ich sofort auf eine rein pflanzliche Ernährung umgestellt. Ich wurde strenge Vegetarierin, das bedeutet ich aß nichts aus Tier und nichts vom Tier. Nicht nur kein Fleisch, sondern auch keine Eier, kein Käse, keinerlei Milchprodukte mehr. Ich habe versucht hochzurechnen, wie viele Tiere ICH im Laufe von 37 Jahren gekillt habe. Keine Ahnung, vermutlich TAUSENDE! Meine Fresse, war ich ein Ego-Arsch, nur weil es gut geschmeckt hat. Ich weiß nicht, ob ich unbewusst aus purem Egoismus die Augen verschlossen habe. Aber heute kann ich es nicht mehr. Aber ich habe mich selbst auch gezwungen den Film „Earthlings“ vom Anfang bis zum Ende anzuschauen. Dies war der Schritt zum Veganer. Bis zu diesem Film dachte ich nämlich, dass Leder das Abfallprodukt aus der Fleischproduktion sei. Ich war so dumm.
Leder
Durch strenge Umweltschutzauflagen in Deutschland hat sich die Lederproduktion nach Asien und China verlagert. Zum Beispiel nach Bangladesch. Dort gibt es weder Tierschutz noch Umweltschutzauflagen. Rinder werden hunderte von Kilometern in die Lederproduktionsstätten getrieben. Wenn sie zu müde sind wird ihnen Chili in die Augen gerieben, um sie zum Weitergehen zu bewegen. Dort angekommen wird ihnen bei vollem Bewusstsein die Haut abgezogen und gegerbt. Die hoch giftigen Chemikalien werden ungeklärt in die Landschaft abgeleitet, unter anderem auch Chrom VI. Die Arbeiter werden auch nicht geschützt, die Kindersterblichkeit ist extrem hoch, die durchschnittliche Lebenserwartung in diesen Gebieten liegt bei 26 Jahren.
Kosmetika und Reinigungsmittel
In vielen Kosmetika und Reinigungsmitteln finden sich tierische Inhaltsstoffe. Für jemanden der sich noch nie damit befasst hat, ist es schwer bis unmöglich diese anhand des Namens zu identifizieren. Alanin, Lanolin, Vitamin A, Aminosäuren, Collagen, Dexpanthenol, Elastin, Laurinsäure, Keratin, Linolsäure, Lipide, Ölsäure, Urea, uvm. Dazu noch die internationalen Bezeichnungen und niemand blickt mehr durch. Wer kennt sie nicht, die grausamen Bilder von Tierversuchen? Laut deutschem Tierschutzgesetz sind Tierversuche für Kosmetika und Waschmittel verboten, trotzdem werden sie noch praktiziert. Die Rohstoffe für diese Produkte werden entweder als „Chemikalien“ getestet oder die Versuche werden ins Ausland verlagert. Auch landen Produkte von ausländischen Konzernen, die Tierversuche praktizieren, in den Regalen. Es gibt sogar Tochterfirmen, die sich als „vegan“ bezeichnen, aber der Mutterkonzern führt diese Versuche durch. Auch ich bin Firmen auf den Leim gegangen und habe mein Geld in Konzerne die Tierversuche praktizieren investiert. Reinigungsmittel und Waschmittel kaufe ich nur noch von „ecover“ und Duschgel, Shampoo und Deo nur von Weleda und Santé. Würde ich Kosmetik verwenden wäre Annemarie Börlind meine erste Wahl. Aber es gibt noch einige wenige anderer Firmen, die empfehlenswert sind und rein vegan, das heißt tierversuchs- und tierfrei produzieren. Ich persönlich habe mich bei meinen Recherchen nicht nur auf eine Internetseite verlassen, sondern habe mich auf mindestens zehn Seiten informiert.
So verschwinden immer wieder Produkte die auf Leid gegründet sind aus meinem Leben. Ich werfe zwar meine Lederschuhe, die ich aus Dummheit und Unwissenheit gekauft habe nicht weg, denn dann wäre dieses Tier umsonst gequält und getötet geworden, aber ich würde mir nie und nimmer verzeihen können nochmals etwas aus Leder zu kaufen. Genauso wenig, wie ich es nicht ertragen könnte mir Körperpflegeprodukte und Reinigungsmittel ins Bad oder den Schrank zu stellen, von denen ich weiß, dass sie aus Tierleid bestehen.

24. April 2013

„Du musst selbst zu der Veränderung werden, die du in der Welt sehen willst.“ (Mahatma. Gandhi)

Eine der Affirmationen die in den Chakrenmethoden verwendet wird lautet: „Ich liebe mich selbst und andere bedingungslos. Ich übernehme für mich und andere Verantwortung.“ Man kann andere nur lieben, wenn man sich selbst liebt und man kann sich selbst nur lieben, wenn man andere liebt. Die Krönung , sozusagen das Sahnehäubchen, dessen ist die Bedingungslosigkeit.

Wenn man sich selbst und andere nun bedingungslos liebt, übernimmt man auch für das eigene Handeln die Verantwortung. Um für sich und andere Verantwortung zu übernehmen, benötigt es aber auch Bewusstheit und Achtsamkeit. Sich seines eigenen Handelns und der eigenen Verantwortung bewusst sein (werden) und Achtsam durch das Leben gehen. Man kann aber auch erst bewusst und achtsam durch die Welt gehen, um dann dadurch zu erkennen, wie wichtig es ist, für sich selbst und andere Verantwortung zu übernehmen, um dann dadurch sich selbst und andere bedingungslos zu lieben. Kleine Dinge bedingen oftmals ein großes Ganzes.

„Wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können sie das Gesicht der Welt verändern.“ (Afrikanisches Sprichwort)

Das heißt für mich, wenn viele kleine Menschen zu der Veränderung werden, die sie in der Welt sehen wollen, wenn sie beginnen sich selbst und andere lieben, wenn sie bewusster und achtsamer werden, wenn sie beginnen für ihr Handeln Verantwortung zu übernehmen, dann könnte sich das Gesicht der Welt rasend schnell verändern.

19. April 2013

Nachdem in meinem Umfeld innerhalb von wenigen Wochen drei Herzinfarkte die Runde machten und dazu noch einige an Krebs erkrankt sind, habe ich mir ursächliche Gedanken darüber gemacht. Die Betroffenen hielten zwar nichts von den Chakren-Methoden und haben sie nicht einmal versucht. Aber selbst wenn das gesamte Unterbewusstsein in Bezug auf Gesundheit-Krankheit aufgeräumt ist, sollte trotzdem das Handeln an die Umprogrammierung angeglichen werden.

Ich habe mich in den vergangenen Wochen stark mit dem Thema Ernährung auseinandergesetzt. Diejenigen, die mich kennen, wissen, dass ich in vergangenen drei Jahren 23 Kilo Gewicht zugenommen habe. Nachdem bei Nadja -meiner Frau- sämtliche Glaubenssätze in Bezug auf Ernährung bearbeitet waren, die bulimische Magersucht überwunden war, lernte sie ausreichend zu essen und orientierte sich an meinen Essensmengen. Nun für sie war es ideal, nur ich habe einen viel geringeren Kalorienumsatz als sie und ging eben in die Breite. Da sie seit etwa drei-sechs Monaten stabil ist und ihr Essen selbst im Griff hat, die Signale ihres Körpers kennt, kam bei mir der Wunsch auf, wieder mein Normalgewicht zu erlangen.

Aufgrund der Krankheitsfälle in meinem Umfeld beschäftigte ich mich Ernährung. Die Ernährung war in den vergangenen drei Monaten mein Hauptthema.

• Ernährung aus gesundheitlicher Sicht.

• Ernährung aus spiritueller Sicht.

• Ernährung aus ethischer Sicht.

Ich las -zig Fachartikel im Internet, sah gefühlte drei Millionen Dokumentationen und Talkrunden auf YouTube. Das Fazit war: Essen kann gesund machen und essen kann krank machen. Tierische Fette und Eiweiße sind z.B. der Hauptauslöser für Herzerkrankungen. Industriell verarbeiteter Zucker und Weißmehl Hauptursache von Krebs. Diese zwei Beispiele sind natürlich stark vereinfacht, denn auch Umweltfaktoren spielen eine Rolle. z.B. Pestizide, Insektizide, Kunstdünger in Obst und Gemüse, Geschmacksverstärker, Aromen, usw. aus dem Chemielabor... Nun, von Fleisch aus Massentierhaltung und antibiotikaverseuchtem Fleisch muss ich nicht anfangen, das weiß im Grunde jeder.

Gesundheit wird bedingt durch:

• gesunde psychische Verfassung

• ein gesundes Umfeld und ein gesunder Umgang mit dem Umfeld

• gesunde Ernährung

Diese drei Punkte begünstigen sich wechselwirkend.

Ich habe nach meinen Recherchen folgendes festgestellt: Die Vollwertkost nach Dr. M.O. Bruker ist nach meiner heutigen Erkenntnislage die gesündeste Form aller Ernährungsformen. Wenn man den ethischen Aspekt mit einbezieht, dann ist die vegane Vollwertkost die wertvollste. Wenn dann auch noch überwiegend basenbildend gegessen wird und säurebildende Lebensmittel maximal 30% der Lebensmittel ausmachen, dann steht der Gesundheit nichts mehr im Wege.

Seit fast vier Wochen ernähre ich mich nach diesem Ernährungskonzept. Was ich bei mir bisher beobachtet habe. Ich bin noch energiegeladener (viele meinten bisher, mir schiene die „Sonne aus dem Arsch“, jetzt strahlt sie), ich schlafe tiefer und mein Schlaf ist erholsamer. Meine Haare fetten weniger, mein Stuhlgang ist noch besser. Ich nehme ohne zu hungern (vielmehr schlemmend) kontinuierlich ab. Ich kann mich noch besser konzentrieren, habe keinen Leistungsabfall mehr, im Laufe des Tages... und noch viel mehr.

Das einzige Kontra ist: vegane Vollwerternährung kostet ca. das Doppelte von konventioneller Ernährung und man verbringt etwas mehr Zeit in der Küche. Aber wie viel ist Gesundheit wert?

Da ich kein Ernährungsbuch schreiben möchte (es gibt schon sehr viel Gutes auf dem Markt) hier Empfehlungen von mir: Der Klassiker: Unsere Nahrung, unser Schicksal - von Dr. med. Max Otto Bruker Kochbücher: Essen wir uns gesund!: Mit vielen köstlichen Rezepten aus 30 Jahren Vollwert-Ernährung von Barbara Rütting Vegan & vollwertig genießen von Annette Heimroth und Brigitte Bornschein